Natürlich muss die größte zu hebende Last zuzüglich der Totlast zunächst die Basis für die Auswahl sein. Wie sich bei der noch folgenden Ermittlung der Laufzeitklasse und des Lastkollektives noch zeigen wird, kann es jedoch im Hinblick auf die spätere Gesamtnutzungsdauer des Gerätes durchaus sinnvoll sein, ein Gerät zu wählen, dessen Tragfähigkeit über der maximal zu hebenden Last liegt.
Schwerste Last + Eigengewicht Lastaufnahmemittel = min. Tragfähigkeit kg Größte zu durchfahrende Wegstrecke = Hub m
Danach sollte entsprechend der vorgesehenen Betriebsweise die Laufzeitklasse ermittelt und die Zuordnung zu einem Lastkollektiv vorgenommen werden, um einen langjährigen, störungsfreien und sicheren Betrieb zu ermöglichen. Stimmen Laufzeitklasse, Lastkollektiv und gewählte Triebwerkgruppe mit der vorgesehenen Betriebsweise überein, kann bei gleichbleibenden Betriebsbedingungen von einer Nutzungsdauer von 10 Jahren ausgegangen werden, bevor das Gerät einer Generalüberholung unterzogen werden muss.
Diese Zuordnung ist auch im Hinblick auf die aktuellen Unfallverhütungsvorschriften (DGUV Vorschrift 52 bzw. DGUV Vorschrift 54) von Bedeutung. Elektrokettenzüge und andere kraftbetriebene Hubwerke müssen jährlich durch eine zur Prüfung befähigte Person geprüft werden; dabei ist der verbrauchte Anteil der theoretischen Nutzungsdauer zu ermitteln (DGUV Grundsatz 309-007, bei Hubwerken von Kranen DGUV Grundsatz 309-001). Nach Ablauf der Restnutzungsdauer muss das Hubwerk nach Angaben des Herstellers einer Generalüberholung unterzogen oder stillgesetzt werden.
2 x (mittlere Hubhöhe/m) x (Anzahl Hubspiele/h) x (Anzahl h/Tag)
60 (min.) x (Hubgeschwindigkeit m/min.)
Um die Auswahl bzw. die Einstufung von Hubwerken zu erleichtern, wurden durch die FEM 4 typische Lastkollektive ermittelt, denen der von Ihnen geplante Einsatz des Zuges im Bezug auf die Ausnutzung der Tragfähigkeit zugeordnet werden kann.
| km 1 = 0,125 leicht |
km 2 = 0,25 mittel |
km 3 = 0,5 schwer |
km 4 = 1 sehr schwer |
| 10 % der Laufzeit mit Vollast | 17 % der Laufzeit mit Vollast. | 50 % der Laufzeit mit Vollast | 90 % der Laufzeit mit Vollast. |
| 40 % der Laufzeit mit ca. 1/3 der Vollast | 17 % der Laufzeit mit 2/3 der Vollast. | 50 % der Laufzeit mit Totlast | 10 % der Laufzeit mit Totlast |
| 50 % der Laufzeit mit Totlast | 16 % der Laufzeit mit 1/3 der Vollast. | ||
| 50,0 % der Laufzeit mit Totlast |
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Lastkollektiv L1 (leicht)
Hubwerke, die nur ausnahmsweise der Höchstbeanspruchung, laufend jedoch nur sehr geringen Belastungen unterliegen. 10 % Laufzeit mit größter Last Geringe Häufigkeit der größten Last. |
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Lastkollektiv L2 (mittel)
Hubwerke, die oft der Höchstbeanspruchung, laufend jedoch geringen Beanspruchungen unterliegen. 1/6 Laufzeit mit größter Tragfähigkeit Etwa gleich große Verteilung auf geringe, mittlere und größte Last. |
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Lastkollektiv L3 (schwer)
Hubwerke, die häufig der Höchstbeanspruchung, und laufend mittleren Belastungen unterliegen. 50 % der Laufzeit mit größter Tragfähigkeit Ständig Totlasten von bis zu 40 % und Ausnutzen der vollen Tragfähigkeit mit Last. |
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Lastkollektiv L4 (sehr schwer)
Hubwerke, die regelmäßig mit der maximalen Tragfähigkeit beansprucht werden. 90 % Laufzeit mit größter Tragfähigkeit Ständig Totlasten von bis zu 80 % und Ausnutzen der vollen Tragfähigkeit mit Last. |
Ist die Laufzeitklasse und das Lastkollektiv gefunden, kann mit Tabelle 3 eine Triebwerkgruppe ermittelt werden.
| Lastkollektiv (L) | Laufzeitklasse (max. mittlere Laufzeit tm in h pro Tag) | ||
| L1 leicht | 2 | 4 | 8 |
| L2 mittel | 1 | 2 | 4 |
| L3 schwer | 0,5 | 1 | 2 |
| L3 schwer | 0,25 | 0,5 | 1 |
| Triebwerkgruppe | 1Bm | 1Am | 2m |
Eine Um- oder Neugruppierung kann u. a. durch die Auswahl eines Gerätes mit geänderter Tragfähigkeit erreicht werden.
Ein Gerät mit 125 kg Tragfähigkeit und Triebwerkgruppe 2m, daß aufgrund der vermutlichen Auslastung in Lastkollektiv L4 (sehr schwer) eingestuft werden müßte, darf max. 1 Std. pro Tag bewegt werden. Wählen Sie dagegen für den gleichen Lastfall ein Gerät mit einer Tragfähigkeit von 250 kg und Triebwerkgruppe 2m, kann die Einstufung für dieses Gerät in Lastkollektiv L1 erfolgen und eine Betriebszeit von 8 Std. pro Tag ist problemlos möglich.
Informativ können Sie die Lebenserwartung des gewählten Hebezeuges in Abhängigkeit von der jeweiligen Belastungsart aus Tabelle 4 entnehmen:
| Lastkollektiv (L) | Triebwerkgruppe | ||
| L1 leicht mittlere Laufzeit tm Lebenserwartung h |
</=2 3200 |
</=4 6300 |
</=8 12500 |
| L2 mittel mittlere Laufzeit tm Lebenserwartung h |
</=1 1600 |
</=2 3200 |
</=4 6300 |
| L3 schwer mittlere Laufzeit tm Lebenserwartung h |
</=0,5 800 |
</=1 1600 |
</=2 3200 |
| L3 schwer mittlere Laufzeit tm Lebenserwartung h |
</=0,25 400 |
</=0,5 800 |
</=1 1600 |
Eventuell kann für die Auswahl Ihres Gerätes, insbesondere wenn es sich um Montagezüge mit wechselnden Einsatzfällen oder sehr langen Hubwegen handelt, auch die zusätzliche separate Betrachtung der möglichen Einschaltdauer von Bedeutung sein:
Standard-Hebezeugmotore sind nicht für eine Dauerbelastung ausgelegt, sondern benötigen Abkühlpausen. Die Einschaltdauer wird in der FEM 9.682 erläutert.
| ED (Einschaltdauer) = | Einschaltzeit | x 100 |
| Einschaltzeit + Pausen ohne Hubbewegung |
Diese Formel bezieht sich auf eine Spieldauer von maximal 10 Minuten. Da in der Regel der Hebezeugbetrieb aus Hub- und Senkvorgängen besteht, bei denen für das Abnehmen und Aufnehmen der Last Pausen entstehen, wird ein Spiel in der FEM wie folgt definiert:

Als Faustregel für ständig genutzte und im oberen Lastspektrum betriebene Züge kann gelten, dass der maximal in einem Stück zu durchfahrende Hakenweg bei Vollast innerhalb von max. 4 Minuten bei Geräten mit 40 % Einschaltdauer, oder z. B. 2,5 Minuten bei Modellen mit 25 % Einschaltdauer möglich sein sollte. Elektrokettenzüge mit mehr als 10 m Hub, die laufend großen Beanspruchungen unterliegen, müssen sorgfältig ausgewählt werden, um langjährigen, störungsfreien Betrieb zu garantieren.
Bei nur gelegentlich im Kurzzeitbetrieb genutzten Zügen, kann entsprechend der folgenden Tabelle 5 zunächst ohne Pause gearbeitet werden, wenn der Hubmotor noch nicht erwärmt ist. Danach muss jedoch auf den regulären Aussetzbetrieb gewechselt und die Pausenzeiten berücksichtigt werden.
| Einschaltdauer (ED) |
maximale Betriebszeit im Kurzzeitbetrieb min. |
| 15 % | 7,5 |
| 20 % | 7,5 |
| 25 % | 15 |
| 30 % | 15 |
| 40 % | 30 |
| 50 % | 30 |
| 60 % | 60 |
Nach Erreichen der maximalen Betriebszeit müssen Pausen eingelegt werden.
Achtung: Die Feinhubgeschwindigkeit der Elektrokettenzuges ist hierbei nicht berücksichtigt. Die langsame Fahrstufe dient nur dem vorsichtigen Aufnehmen oder Absetzen von Lasten und ist nicht zum Durchfahren größerer Hubwege geeignet.
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Edelstahl-Anschlagketten der Serie NIA eignen sich besonders für den Einsatz im Wasser- und Abwasserbereich. Auch die Verwendung in Verbindung mit Chemikalien oder Lebensmitteln ist unter Berücksichtigung der jeweiligen Einsatzbedingungen möglich.
Die Serie BlackPrize nach EN 818-4 ist die wirtschaftliche Einstiegslösung der Güteklasse 8. Schwarz lackierte Anschlagketten in den Nenngrößen 6 bis 13 mm bieten eine kostengünstige Alternative für Standardanwendungen.
Die Serie WM nach EN 818-4 überzeugt durch korrosionsgeschützte Ketten, geschmiedete Sicherheitsverschlüsse sowie eine große Auswahl an Beschlagteilen und Variationsmöglichkeiten.
Die Serie WR ist die klassische Anschlagkette der Güteklasse 10. Sie bietet eine höhere Tragfähigkeit als GK8 und ermöglicht den Einsatz kleinerer und leichterer Ketten.
Die HE100 ist ein innovatives Komplettsystem der Güteklasse 10 mit integrierter Verkürzungseinrichtung und intelligentem Baukastensystem.
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| Serie | BD | BB | BC | BE | Kurze Katze |
|---|---|---|---|---|---|
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|
| Max. Tragfähigkeit | 125 - 4.000 kg | 63 -2.500 kg | 125 - 1.000 kg | 2.000 - 20.000 kg | 1.000 - 10.000 kg |
|
Triebwerkgruppe |
|
1Am bis 3m M4 bis M6 |
2m bis 3m M5 bis M6 |
1Am M4 |
1Bm bis 2m M3 bis M5 |
| Steuerung | Direkt (optional Schütz 48V) |
Schütz 48V | Frequenzumrichter | Schütz 48V oder Frequenzumrichter | Schütz 48V |
| Funksteuerung | nein | optional | optional | optional | nein |
| Hubgeschwindigkeit | 1 oder 2 Geschwindigkeiten bis 8 m/min |
2 Geschwindigkeiten bis 16 m/min |
Einstellbar bis 22 m/min |
1 oder 2 Geschwindigkeiten bis 6,6 m/min |
2 Geschwindigkeiten bis 5,5 m/min |
| Hubendschalter | ab 2500kg Serie (optional bis 2000 kg) |
elektr. Notendschalter | ja | ja | ja |
| Überlastsicherung | Rutschkupplung (ab 2500 kg elektronisch) |
Rutschkupplung | elektronisch | Rutschkupplung | Rutschkupplung |
| Überhitzungsschutz | nein | ja | ja | ja | ja |
| Betriebsstunden- und Lastspielzähler |
nein | optional | ja | ja | ja |
| Aufhängung | Öse, Oberhaken, Rollfahrwerk, Haspelfahrwerk, Elektrofahrwerk | Bügel, Rollfahrwerk, Elektrofahrwerk | Bügel, Rollfahrwerk, Elektrofahrwerk | Oberhaken, Rollfahrwerk, Haspelfahrwerk, Elektrofahrwerk | Haspelfahrwerk, Elektrofahrwerk |
| Anwendung | Robuste Technik, preiswert | Leistungsfähiger Antrieb, für intensive Nutzung geeignet | Sehr flexibler und präziser Betrieb, last- und antriebsschonend | für schwere Lasten und intensive Nutzung | sehr geringe Bauhöhe (Lasthaken kann fast bis an den Trägerflansch gezogen werden) |
| Preis ab | {{getPrice productSku=BDA}} | {{getPrice productSku=BBA}} | {{getPrice productSku=BCA}} | {{getPrice productSku=BCE}} | {{getPrice productSku=EKH}} |